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Gespräch mit Pfarrer Andreas Stoos am Fanachstgottesdienst 2013
Eine sehr berührende und bereichernde Erfahrung war für mich das Gespräch mit Pfarrer Andreas Stooss am Liestaler Fasnachtsgottedienst 2013.
Die ObZ schrieb dazu:

Am Fasnachts-Gottesdienst wurde die Symbolik von Licht und Dunkelheit thematisiert

«D Latärne – e Liecht im Dunkle» – das war das Thema des von der Rotstab-Clique mit Fasnachtsmusik umrahmten Gottesdienstes. Pfarrer Andreas Stooss fand den biblischen Kontext darin, wonach Gott Licht und Dunkel zu allererst geschaffen hat.

Der Liestaler Laternenmaler Manfred Feiss war an diesem Fasnachts-Gottesdienst ein gefragter Akteur. Im Gespräch mit Pfarrer Stooss bezeichnete auch er in der sinnlichen Betrachtung seiner Gemälde die Laterne als Symbol für helle und dunkle Momente des Lebens.
Gespräch zwischen Pfarrer Andreas Stooss und Manfred Feiss, Laternenkünstler
Als Künstler, gelernter Glasmaler und Fasnächtler war das ja eine fast zwangsläufige Entwicklung.
Wie sind Sie dazu gekommen, Laternenkünstler zu werden?
Die Arbeit mit grossen Formaten, was nicht alltäglich ist. Das Zusammenspiel der Farben und dem Licht. Aber auch die - nicht immer einfache - Auseinandersetzung mit einem gegebenen Thema (Sujet).
Was gefällt Ihnen daran?
Die Laternen entstanden Mitte des 19. Jahr- hunderts in Basel, als das offene Feuer der bis dahin gebräuchlichen Fackeln als Lichtspender am Morgenstraich für die Fasnachtszüge untersagt wurde.
Schon bald wurden dann die Laternen auch dazu verwendet, ein Sujet zu glossieren.
Die früheren Laternen waren jedoch noch kleiner, die Formen sehr gegenständlich. Die Entwicklung zur heutigen grossen Laterne begann anfangs des 20 Jahrhunderts.
Was können Sie uns über die Geschichte der Fasnachtslaternen berichten?
Ich mag die Dunkelheit und die Ruhe der Nacht, die ja gar nicht so vollkommen dunkel ist. Auch
die Nacht ist voller Lichter. Die Nacht hat etwas sehr friedvolles, beruhigendes, vielleicht sogar
besinnliches. In der Stille der Nacht kann ich mich (besser) auf mich selbst besinnen. Darin liegt
sehr viel Kraft. Das ist vielleicht ein Grund, weshalb viele Künstler - mich eingeschlossen - gerne nachts arbeiten.
Ich mag es, in einer klaren Nacht in den Nachthimmel zu schauen. Die Weite und die unglaublichen Dimensionen des Universums faszinieren mich. Vielleicht, weil sie für den
Auf Ihrer Homepage erscheint als erstes Bild ein Nachtbild mit Sternen und viel dunklen Tönen. Was mögen Sie an der Dunkelheit?
Das Licht der Laternen ist (im allgemeinen) sehr warm und durch die Farbwirkung sehr stimmungsvoll.
In der Dunkelheit des Chienbääse-Umzugs und vor allem am Morgestraich verbreitet das Licht der unzähligen Lampen, Stecken- und Kopflatärnli eine einmalige, faszinierende Atmosphäre.
Sie gestalten Laternen, die Dunkelheit brauchen, damit ihr Licht voll zur Geltung zu kommt. Was ist das Besondere am Licht der Laternen? Wie unterscheidet es sich von anderem Licht?
Mich auf eine Lieblingslaterne festzulegen fällt sehr schwer. Unter meinen Lampen sind einige, die aus dem „gewöhnlichen“ Rahmen ausbrechen.
Am ehesten würde ich mich für die Lampe der JBC Santihans zur Fasnacht 2010 entscheiden. Die Laterne habe ich stilistisch mehr in Richtung meiner Bilder gemalt, naturalistischer, nicht im „klassischen“ Laternen-Stil. Sie kennzeichnet somit gewissermassen auch einen Wendepunkt meiner Laternenmalerei.
Daneben hatte die Lampe eine hervorragende Wirkung und eine wunderbare Leuchtkraft.

Eine weitere für mich bedeutende Laterne war die der Wiehlmys zum Thema Erdöl im Meer. Ein ernstes Thema, das nun nicht mit dem üblichen fasnächtlichen Witz dargestellt werden konnte. Trotz der eher düsteren Malerei hat die Lampe aber dennoch wunderbar geleuchtet.

Zum dritten würde ich noch die ebenfalls für die Wiehlmys gemalte Laterne zum Sujet Anna Göldin anführen. Die Lampe ist einfach rundum gelungen. Die technische Ausführung stimmt, die Farben harmonieren und das Bild hat eine sehr intensive Leuchtkraft.
Haben Sie eine Lieblingslaterne, die Sie gestaltet haben? Wieso?
menschlichen Verstand eigentlich gar nicht begreifbar sind. Vielleicht auch, weil es uns
zeigt, wie klein wir eigentlich sind und dass wir uns nicht immer für so wichtig halten sollten.
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